Hand auf’s Herz – Sabrina Qunaj steht Rede und Antwort

Interview Sabrina Qunaj

Mein Lieblingsbuch ist jeden Tag ein anderes. Je nach Stimmung versinke ich in verschiedenen Genres und lasse mich davontreiben. Ich könnte mich unmöglich für eines entscheiden.

Ich würde niemals Shades of Grey lesen, weil mich schon die wenigen Textauszüge in den Rezensionen erschreckten.

Von meinem ersten richtigen Gehalt habe ich mir ein Pferd gekauft. Ich reite seit ich neun Jahre alt bin und sparte früher eisern mein Taschengeld für Reitstunden. Mit meinem ersten Gehalt erfüllte ich mir also den Traum vom eigenen Pferd: ein ausrangiertes Rennpferd mit heißem Temperament und gutmütiger Seele.

Mein Lieblingsverlag respektiert mich als Autor meiner Geschichte und teilt meinen Enthusiasmus.

Ich würde sofort einen Buchhalter einstellen. Ich liebe alles, was mit Schreiben zu tun hat, den Kontakt zu den Lesern, die Recherche und die Vermarktung des Buches, aber wenn es darum geht, Rechnungen zu sammeln, ein Fahrtenbuch zu schreiben und mir über Steuern Gedanken zu machen, kommt mir das Grauen.

E-Books finde ich in manchen Situationen lebensrettend. Mit Baby auf dem Arm ist es unmöglich, ein dickes Taschenbuch zu halten und dann noch umzublättern. Ohne meinen eBook-Reader wäre ich wohl sehr lange Zeit nicht zum Lesen gekommen und das hätte zwangsläufig zu Entzugserscheinungen geführt.

Hörbücher sollte man während der Hausarbeit hören, denn unterwegs in fremden Welten putzt es sich leichter.

Studieren ist für mich nie etwas gewesen, da ich schon immer ein Familienmensch war und mich auf Haushalt und Kinder freute, anstatt auf eine Karriere.

Mut bedeutet, seine Geschichte zu veröffentlichen und somit etwas sehr Persönliches zum Abschuss freizugeben.

Jugendlicher Leichtsinn zahlt sich meiner Ansicht nach nicht aus, denn für manche Fehler büßt man sein Leben lang. Den Verstand sollte man nie ausschalten und das Alter auch nicht als Ausrede für dummes Verhalten benutzen.

Bücher werden hoffentlich nie an Bedeutung verlieren.

Kohle macht man, indem man nicht vorhat, Kohle zu machen. Ich glaube ganz fest, dass gute Gedanken und uneigennützige Absichten belohnt werden.

Als junger Mensch sollte man bereits an die Zukunft denken. Umso früher man beginnt, Verantwortung zu übernehmen, desto leichter hat man es später.

Wer Karriere machen will, darf sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen. Es ist leicht, alles hinzuschmeißen, aber nur die, die wieder aufstehen, werden sich halten können.

Ich kaufe meine Bücher öfter als es für meine Geldbörse gut sein kann.

Ein tolles Projekt ist für mich, wenn ich die Zeit und Freiheit habe, der Geschichte und den Charakteren ihren Lauf zu lassen, ohne von irgendwelchen Vorgaben gebremst zu werden.

Wem Geld wichtig ist, der sollte nicht Schriftsteller werden. Schreiben ist Leidenschaft und Liebe und wer sich nur in der Hoffnung auf einen Bestseller an den Computer setzt, wird von den Lesern entlarvt werden.

Schreiben ist Freiheit, weil es mir erlaubt, nicht nur ein Leben, sondern viele zu führen. Ich kann gehen, wohin ich will und sein, wer ich will. Das Schreiben als Beruf gibt mir auch die Freiheit, immer für meine Kinder da zu sein und mich ganz nach ihnen zu richten. Ich muss nicht in ein Büro hetzen und bin frei, die Familie an oberste Stelle zu setzen.

Wer viel jammert, der hat noch genug Kraft und kann gar nicht so schlimm dran sein. Aufstehen und weitermachen ist angesagt, auch wenn jammern hin und wieder ganz guttut.

Als Autor braucht man vor allem die Gabe, sich in andere Persönlichkeiten zu denken und viel Disziplin, um seine Gabe auch zu nutzen.

Vielen Dank für das Interview, Sabrina!

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura, dem österreichischen Abitur, an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte.Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.

Für ihren Debütroman „Elfenmagie“, der im Aufbau Taschenbuch Verlag erschien, wurde Sabrina Qunaj bei LovelyBooks mit 596 Punkten von den Lesern zur besten deutschsprachigen Debütautorin gewählt.
Bei Baumhaus erschien im November 2012 ihr erster Jugendroman „Teufelsherz“, der Start der Teufels-Reihe. Neben den Fantasy-Romanen für Jugendliche und Erwachsene schreibt die Autorin auch historische Romane. Ihr erster Roman in diesem Genre wird 2014 bei Goldmann erscheinen.

Sabrina Qunaji ist am 28. Januar auf Lovelybooks zu sehen und zu hören:
Livestream-Lesung mit Sabrina zu ihrem Debütroman „Elfenmagie“ ab 19 Uhr

Wer bei der Lesung in München live dabei sein möchte, kann eine Mail an Lovelybooks info@lovelybooks.de schicken. Ansonsten kann jeder mit Internet und PC an der Lesung teilnehmen und  über den Twitter-Hashtag #lblive oder über die Kommentarfunktion Fragen an die Autorin stellen. Ein Event, das man sich nicht entgehen lassen kann!


Ihr neuestes Buch ist der erste Band einer Fantasy-Reihe für Jugendliche und hat schon viele Leser begeistern können. „Teufelsherz“ – so heißt der erste Band – ist Spannung pur, Romantik und Liebe, aber auch fesselnde Fantasy. So wie ein gutes Jugendbuch eben sein sollte, aber mit einer guten Portion Fantasie. Die hat Sabrina bei „Elfenmagie“ ja schon beweisen können.

 

„Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Jedoch nur auf Probe. Um sie vor Gefahren zu warnen, dringt er daher immer wieder in ihr Unterbewusstsein ein, obwohl dies streng verboten ist.

Von nun an begegnet Emily ihrem Schutzengel fast jede Nacht in ihren Träumen und schon bald empfindet sie die Tage ohne Damian als lang und einsam. Doch dann stellt sich heraus, dass er in Wirklichkeit der Sohn des Teufels ist und eigene Absichten verfolgt. Für Emily bricht eine Welt zusammen. Mit allen Mitteln versucht sie jetzt den Schlaf zu verhindern, damit Damian jede Möglichkeit verwehrt wird, ihr wieder nahezukommen. Und dann geht sie schließlich einen Pakt mit dem Teufel ein…“

 

Wer jetzt Lust auf das Lesen von „Teufelsherz“ bekommen hat, darf sich freuen, denn wir verlosen zwei signierte Exemplare von Sabrina Qunajis „Teufelsherz“ mit persönlicher Widmung.

Was ihr dafür machen müsst?
Es geht hier um Engel und Teufel, also möchten wir von euch gerne wissen, welche Seite ihr wohl einnehmen würdet, wenn ihr euch entscheiden müsstet. Himmel oder Hölle, Kälte oder Wärme, besonnen oder wild… Teilt uns einfach bis zum 01.02.2013 mit, warum und weshalb ihr euch für welche Seite auch immer entscheiden würdet. Unter den unterhaltsamsten – ernst, lustig, lang, kurz – ermitteln wir dann den Gewinner per Losverfahren.
Wir wünschen euch viel Glück!

 

Das Gewinnspiel ist beendet! Die glücklichen Gewinner sind ausgelost und bereits per Mail benachrichtigt worden. Viel Spaß euch Beiden :)

  • Monina83

    Oh, das ist wirklich eine sehr schwierige Frage … ganz spontan hätt ich natürlich Himmel gesagt, weil man das ja mit dem Guten in Verbindung bringt … aber ganz so gut und brav bin ich doch immer nicht und es heißt ja: „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen überall hin“ :-p Und ich kann manchmal doch ganz schön böse sein. Hm, also ich glaub, das kommt wirklich drauf an, welche Regeln es wo gibt: Erfüllen sich im Himmel all Deine Wünsche? Wird man in der Hölle von Satan gefoltert (war mal in einem Buch so)? Und vor allem, wo befinden sich die Menschen, die ich liebe? Ich denke, es kommt nicht so sehr darauf an, wo man ist, sondern mit wem!!!

    Liebe Grüße

    Monika

  • Melanie

    Ich finde zu dieser Frage Sabrinas Aussage „Ich glaube ganz fest, dass gute Gedanken und uneigennützige Absichten belohnt werden“ sehr passend. Ich bin mir nicht so sicher wie sie, aber ich hoffe wirklich, dass es so ist. Ich würde mich daher für „Himmel“ entscheiden.

  • Silvia

    Einmal Teufel sein! Tun und lassen was man will. Ohne Rücksicht egoistisch handeln. Keine Gedanken an die Konsequenzen. Ein wides Leben ganz nach dem Motto ganz oder gar nicht.
    Ok, ist wenig realistisch. Aber träumen darf man a doch. Oder doch nicht? ;)

  • Kathrin

    Eine interessante und zugleich wahnsinning schwierige Frage. Ich kann durchaus schonmal ausfallend werden und wünsche manch einem in einigen Situationen (vorallem, wenn mich dieser jemand sehr bedrängt und unter Druck setzt) wirklich nicht unbedingt das Beste. Aber ich glaube einen Teufel macht noch viel mehr aus, da muss pure Boshaftigkeit, Habgier, Missgunst und Hass im Spiel sein. Und im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass das nicht unbedingt meine prägendsten Charaktereigenschaften sind. Allerdings würde ich mich auch nicht als Vorzeigeengel im klassichen Sinne präsentieren.
    Ich wäre eher sowas wie ein kleiner Racheengel. Zwar versuche ich es allen Recht zu machen und zu helfen, sehe ich aber dass jemand Böses tut, würde ich ihn ohne zu zögern strafen. Zum Himmel würde ich mich letztendlich dennoch zählen. Ich flieg dann vielleicht nur etwas tiefer als die Übrigen Engel.

  • Arkascha

    Hmm, das ist nun wirklich schwer zu sagen, Normalerweise hätte ich den Himmel, also den Engel vorgezogen, da ich lieber helfen können würde als schaden. Jedenfalls meistens… Aber die Entscheidung zwischen besonnen und wild: auf jeden Fall wild, das macht doch mehr Spaß! Auch bei Wärme oder Kälte muss ich nicht überlegen, ich liebe den Sommer! Also nun doch ne einfache Entscheidung: Ich gehe als Teufel im kurzen Minirock in die Hölle, hüpfe durchs Feuer, hab meinen Spaß und muss mich nicht mit meiner Höhenangst auseinander setzen :)

  • Gela

    Eine schwierige Entscheidung. Aber wer sagt denn, dass Engel immer brav und besonnen sein müssen. Solange es im Sinne des Guten ist, dürfen sie sicherlich auch mal überschäumend, wild und ausgelassen sein. Ich entscheide mich für einen Engel.

  • Xeva

    Ich entscheide mich für die Hölle! Schließlich ist der Teufel selbst ein gefallener Engel und da ich den Winter gerade ziemlich satt habe, käme so ein molligwarmes Plätzchen in der Hölle mir gerade recht. Könnte zudem etwas für das positive Image der Hölle tun. Schließlich steckt in jedem von uns ein kleines Teufelchen und ohne Hölle gäbe es keine Gerechtigkeit und Hoffnung, dass böse Menschen früher oder später für ihre Sünden zu Rechenschaft gezogen werden…

  • Lisa-Marie

    Also ich würde wohl den Himmel wählen.
    Warum ? Weil ich oft den schönen blauen Himmel betrachte und mich frage wie es wohl da oben sein mag? Da stelle ich mir immer vor, wie ich von da oben auf die Welt hinunter sehen würde. Ich denke vom Himmel aus, würde man vieles von einer anderen Sicht sehen und man könnte die Schönheit der Erde so richtig bewundern :-)) Außerdem wäre die Hölle wohl nichts für mich, da ich oftmals unter Platzangst leide, und ich es mir da unten ziemlich eng vorstelle :-) Da genieße ich lieber die unendlichen Weiten des Himmels ;-D

  • Lillicat

    Mhh… da muss ich kurz nachdenken… Hölle! Wieso? Naja, mir ist dauerkalt und sogar im Sommer haben meine Hände 0 Problem damit Fischstäbchen konkuzen zu machen… Außerdem, wer braucht schon nett, wenn gemein doch so viel angenhemer ist? ]:D (Irgendwie sehen die Hörner eher aus wie ein Geweih… Mhh… Rudolph the red nose… lala) Unter Hölle versteht man doch einen dunklen Ort mit Lava usw. aber ist es nicht eigentlich so, dass Leute, die in die Hölle wollen nicht den Himmel als „Hölle“ empfinden? Müsste dann die Hölle nicht eigentlich ein Abgleich des Himmels sein?
    Naja, ich denke die Hölle hat mehr Macht zu bieten. Als Engel auf einer Wolke rumfliegen ist ja nciht übel, aber auf die Dauer vielleicht doch etwas langweilig… :D
    LG
    Lilli

  • fantasticbooks

    Hölle oder Himmel,
    schlecht oder gut,
    Rappe oder Schimmel,
    Feigheit oder Mut.

    Ich muss mich entscheiden,
    für eine der Seiten,
    würd´s gerne vermeiden,
    über Moral lässt sich streiten.

    Doch wenn ich denn muss,
    dann ist mein Entschluss:

    Ich wär lieber Engel,
    und kämpf für die Liebe,
    statt boshafter Bengel,
    in Teufels Getriebe.

  • Bücherfee

    Muss ich mich entscheiden,
    zwischen Himmel und Hölle,
    oder kann ich auf Erden bleiben?

    Ich liebe die Hitze,
    aber nicht das Feuer,
    weil ich anstatt zu frieren, lieber schwitze.

    Mal bin ich ganz schön wild,
    mal bin ich besonnen,
    jetzt zeichne davon mal ein Bild.

    Mit Dreizack und Hufen ein Engel,
    mit Flügeln und Heiligenschein ein Teufel,
    was soll es sein? Ein Tengel?

    Ich bin froh, wenn ich mich nicht entscheiden muss,
    vielleicht auf Erden bleiben kann.
    So- nun reichts mit dem Redefluss.

  • Kathi

    Ich würd mich für die Hölle entscheiden :-D Im Leben muss man immer brav sein und auf alles achten. Einmal würd ich gern machen was ich will und richtig böse und gemein sein (Bin ich zwar jetzt auch dann und wann, aber da müsste ich kein schlechtes Gewissen haben ;-)). Gut, ich würd jetzt nicht kleinen Kindern den Lutscher klauen, aber ’ne Bank ausrauben wär nicht schlecht (Natürlich nur ein Scherz ;-)) und das Geld für Bücher ausgeben. Im Himmel wär mir langweilig, immer nur nett sein und wenig Action. Und mein Highlight wäre, wenn ich allen Menschen, die mich je beleidigt haben, auflauern könnte und alles vermiese, was sie machen. Hölle ist definitiv besser als Himmel :-) (Würde Satan aber auch mich foltern oder im Fegefeuer schmoren lassen, dann würd ich ohne zu zögern den Himmel wählen)

  • Evelyn

    Gerade noch rechtzeitig die tolle Verlosung entdeckt!

    Natürlich würde ich mich für die Seite der Guten, also der Engel, entscheiden :)
    Es stimmt schon, dass keine Geschichte ohne die Gegenseite auskommt und die bösen Charaktere manchmal richtig sympathisch sein können (auf eine verdrehte Weise :D), aber auf ihrer Seite sein?
    Ich habe schon Leute sagen hören, dass sie sich den Himmel langweilig vorstellen und es ist eine Tatsache, dass Utopien selten spannend sind, aber die Wirklichkeit sieht ein wenig anders aus.
    Ich glaube nicht, dass jemand ewiges, vollkommenes Glücklichsein (was man ja bekanntlich vom Himmel erwartet) ablehnen würde, nur um seine menschlichen Abgründe ausleben zu können. Denn auch, wenn das Böse in jedem Menschen verankert ist – Erfüllung geben kann es niemandem.

    Jeder kann behaupten, dass er die Hölle wählen würde, aber dann will ich auch sehen, wie er es da unten aushält ;)

  • Julia

    Hm, kann man sich auch für den guten Mittelweg entscheiden? :D
    Im Himmel wäre es mir zu brav, immer nur Regeln befolgen und das Richtige tun, das wird doch mit der Zeit schon ziemlich langweilig. Aber so richig böse möchte ich dann auch wieder nicht sein, da würde mein Gewissen irgendwann einschreiten, und die Gesellschaft da unten in der Hölle wäre denke ich auch nicht gerade die Angenehmste.
    Ich möchte in der Lage sein, hin und wieder Fehler zu machen und auch ein wenig böse zu sein aber auch nicht zu böse, also wie gesagt, halb Engel, halb Teufel. Vielleicht ja sogar , dass jeweils einer der beiden auf einer Schulter sitzt, so ganz klischeehaft. :D

  • katis-Buecherwelt

    Ich würde mich für die Engel entscheiden. ich mag nämlich gerne die klassischen Engel mit den Flügeln :-)
    Zudem mag ich es eher nicht so heiß, und würde gerne mal die Welt der Engel kennenlernen.
    Dann gabe es mal eine Serie „Ein Engel auf Erden“ diese habe ich geliebt und solch ein Engel wäre ich dann auch sehr gerne .. der auf die Erde geht um zu helfen …
    Liebe Grüße
    Kati