Hand auf’s Herz: Stephan Rother im Interview

Interview Stephan M. Rother

Mein Lieblingsbuch ist mal ‚Orlando‘ von Virginia Woolf, mal ‚Buddenbrooks‘ von Thomas Mann. Vermutlich abhängig davon, ob ich mich gerade eher als Künstler oder als Bürger fühle. Wenn ich ganz übermütig werde, hilft Marc Aurel.

Ich würde niemals wieder die Antworten von Kai Meyer vorab lesen, weil sich dann automatisch Skrupel einstellen, dieselben Bonmots ein zweites Mal zu bringen, wenn ich die Verlegenheit komme, identische Fragen zu beantworten.

Wenn ich könnte, würde ich ein Buch mit dem Titel schreiben, den ich dem Verlag tatsächlich angeboten habe.

Wäre ich Praktikant, dann würde ich erwarten, dass sich eine Balance zwischen Geben und Nehmen einstellt. Ich gebe meine Begeisterung, meine unverbrauchte Energie, meine unkonventionelle Sicht der Dinge und erhalte dafür Einblicke in Hinter-, Unter-, Abgründiges, beginne zu begreifen, wie der Hase läuft.

Zitat Rother

Faire Bezahlung ist für mich leistungsabhängig. Und exakt da beginnt das Problem.

E-Books finde ich missverstanden. Das Missverständnis besteht darin, dass auf dem Reader Bücher gelesen würden. Das stimmt so nicht. Vielmehr werden Texte gelesen, deren Qualität vom unkorrigierten Schüleraufsatz bis zum literaturpreisverdächtigen Spitzentitel reicht.

Hörbücher sollte man nicht als wesensgleich mit dem selbst gelesenen Buch betrachten, sondern als Interpretation, als Bearbeitung – ähnlich einer Verfilmung. Die Hörbuch-Bearbeitungen meiner eigenen Titel finde ich spannend und bereichernd: Stimmt, so kann man das auch sehen.

Studieren ist völlig in Ordnung, solange man es nicht als Königsweg von Punkt a zu einem bereits feststehenden Punkt b betrachtet. Wer keine Neugier mitbringt – Neugier vor allem auf die Frage, was er selbst mit dem Konglomerat am Ende anfangen wird – nimmt sich selbst die aufregendsten Chancen.

Zitat Rother

Mut bedeutet, sich nach besten Kräften einer Herausforderung zu stellen. „Man hat sich bemüht“, diesen Satz soll sich Willy Brandt für seinen Grabstein gewünscht haben. Ich kann nicht von jedem Menschen erwarten, dass er Erfolg hat, aber diesen Mut wünsche ich mir von uns allen: eine Herausforderung anzunehmen und mit aller Kraft an ihr zu arbeiten.

Bücher werden meinem Eindruck nach zunehmend eher konsumiert denn eigentlich gelesen. Formulierungen wie „all you can read“ verursachen mir eine Gänsehaut. Wie kann ich mir einen persönlichen Gewinn aus der Lektüre versprechen (und sei es das simple stimmungsvoll- unterhaltsame Leseerlebnis), wenn ich gar nicht in der Lage bin, das Gelesene aufzunehmen?

Kohle macht man meines Wissens unter Tage. Finstere und schmutzige Angelegenheit; hat was Brutales.

Als junger Mensch sollte man lieber zuhören, Dinge neugierig in sich aufnehmen. Ihr seid das lebendige Gedächtnis Eurer Generation, das kein digitaler Speicher ersetzen kann. Wiedergeben, neu Geschaffenes und Kombiniertes ausgeben und abgeben, auf der Basis eigener Erfahrungen Urteile und Entscheidungen treffen: all das werdet Ihr noch Euer Leben lang. Aber die Erkenntnis, die Wahrnehmung der Dinge – a priori – die wird immer schwieriger.

Wer Karriere machen will, darf alles tun, nur nicht dauernd an die Karriere denken. In einer Verantwortungsposition erwarte ich Menschen mit einer Biographie, nicht Menschen mit einer Karriere.

Ein tolles Projekt ist für mich, wenn eine gemeinsame Sache ein Momentum entwickelt, das die Beteiligten mitreißt. Dann ist das Gefühl da: Hey, hier haben wir was richtig gemacht.

Ich würde eher einen Menschen einstellen, als einen Experten mit den exakt richtigen Referenzen qua Anforderungsprofil.

Wer viel jammert, der hat eine wirkungsvolle Methode gefunden, Energie sinn- und folgenlos zu verfeuern.

Als Autor braucht man vor allem die Fähigkeiten, die einen jeden Menschen auszeichnen sollten: Neugier, Selbstdisziplin, Respekt, die Fähigkeit zum Kompromiss und viel Geduld.

Stephan M. Rother wurde 1968 im niedersächsischen Wittingen geboren – einen Steinwurf von der damaligen deutsch-deutschen Grenze. Wobei er den Steinwurf aus Sorge um globale Konsequenzen stets unterlassen hat.

Mit dem akademischen Grad eines Magister Artium in der Tasche machte er zunächst als »Magister Rother, Deutschlands erster, bester – und einziger – Standup Historian« die Bühnes des Landes unsicher. Die Selbstbeschreibung findet er heute noch zutreffend: der Erste und Einzige sei automatisch der Beste. Im Jahr 2000 erschien in einem mittelalterlich angehauchten Kleinverlag sein Debütroman »Der Adler der Frühe« – ein historischer Stoff, aus dem im Jahr darauf die »Markgrafschaft Altamura« hervorging, Deutschlands erste mittelalterliche Web-Community.

Im Herbst 2008 kam im Baumhaus-Verlag Rothers erstes Jugendbuch heraus, der Mysterythriller »Das Geheimnis des Dorian Grave« um das Vermächtnis eines verblichenen Gothic-Rockers samt Spur in die Vergangenheit. Weitere Veröffentlichungen bei Baumhaus folgten.

Bereits im folgenden Jahr wurde bei Blanvalet der Auftaktband einer Reihe um den Handschriftenrestaurator Amadeo Fanelli veröffentlicht, »Die letzte Offenbarung«, in der das Verhältnis zwischen Jesus und seinem Lieblingsjünger in einem gänzlich neuen Licht erscheint. Im Nachfolger »Das Babylon-Virus« stand nicht weniger als die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel.

Rothers bisher größter Erfolg stellte sich dann mit dem bei Rowohlt erschienenen Spiegel-Bestseller »Ich bin der Herr deiner Angst« ein, einem psychologisch hinterhältigen Ermittlerthriller. »Mein Agent hatte mir geraten, meine finstersten Abgründe anzuzapfen«, so Rother. »Das war die Quittung.« Der Nachfolgeband »Öffne deine Seele« ist aktuell erschienen – und das Morden geht weiter. Stephan Rother ist natürlich auch auf Facebook zu finden.

Schon in »Ich bin Herr deiner Angst« entführte Stephan Rother den Leser in eine Welt voller Grausamkeit: Ein verstörender Mord führte die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel. Und alle Taten haben mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst.

Im zweiten Buch um die  Ermittler Albrecht und Friedrichs »Öffne deine Seele«  geht es nicht nur um einen rätselhaften Mord, sondern auch um das Verschwinden von Hannah Friedrichs – was hat der Mörder vor?

»Ich liege in der Dunkelheit. Sie sehen mich: Gefesselt, ausgeliefert, blind. Ich weiß, dass sie darauf warten, Millionen von Menschen. Dass sie mein Schweigen nicht begreifen. Dunkelheit. Schmerz. Angst. Er wird zurückkommen, und ich kann nur beten … Beten, dass es ein rascher Tod ist, den er für mich bereithält. Eine Leiche treibt inmitten von Seerosen im Wasserbecken des Altonaer Volksparks. Der Tote war Sohn einer der besten Familien der Stadt: Falk Sieverstedt – jung, sensibel, auf der Suche nach sich selbst. Kurz zuvor hatte er in der zynischen Reality-Live-Show «Second Chance» angerufen – seit Monaten das Thema in der Hansestadt – und vor Millionenpublikum seinen Selbstmord angekündigt. Ein Skandal, und doch ein Routinefall. Hauptkommissar Albrecht und seine Kollegin Hannah Friedrichs wollen die Ermittlungen schon einstellen, da gibt es Hinweise auf weitere mysteriöse Selbstmorde. Und dann verschwindet Hannah spurlos.«

BuchKarriere Buchverlosung

Wer von euch jetzt Lust hat das Ermittler-Duo kennen zu lernen und sich in einen Thriller-Bestseller zu vertiefen, der hat jetzt die Chance eines von drei Exemplaren von »Öffne deine Seele« von Stephan Rother zu gewinnen. Aber Achtung: Starke Nerven bei diesem Thriller sind definitiv erforderlich!

Wie ihr eines der drei Exemplare erhalten könnt? Schreibt uns in einem Kommentar, wie ihr eure größte Angst oder auch Ängste bekämpft: Trinkt ihr einen Baldrian-Tee, habt ihr ein Beruhigungsmantra, singt ihr laut oder schreit ihr mal kurz in die Dunkelheit? Bis zum 19. Mai habt ihr Zeit, in den Lostopf  zu kommen, bitte achtet darauf eine korrekte E-Mail-Adresse anzugeben.

Unter allen Kommentaren wählen wir dann per Losverfahren die drei glücklichen Gewinner aus, die von uns per E-Mail angeschrieben werden. Bitte gebt eine gültige E-Mail-Adresse an und checkt euer Postfach – sollten wir nach Versenden der Gewinnermail von dir als glücklichen Gewinner innerhalb von zwei Tagen nichts hören, verfällt dein Gewinn.

Wir wünschen euch viel Glück und freuen uns auf eure Kommentare! Bis zum 19.05.2013 habt ihr Zeit, an der Buchverlosung teilzunehmen!

  • Melanie H.

    Ich hab Angst vor spinnen und wenn ich eine sehe überhaupt die große, fette dinger versuche ich sie so gut wie möglich zu ignorieren wenn es geht.

    Und super tolles Interview muss ich sagen mir hat schon Band 1 sehr gut gefallen „Ich bin der Herr deiner Angst“ obwohl ich nicht so ein Thriller Leser bin.

    LG
    Melies Buchlounge

  • Monika

    Ich habe Angst bei Schnee mit dem Auto zu fahren,das hört sich zwar blöd an ,aber ich kann nichts dagegen tun.
    Ein tolles Interview ,macht Lust auf mehr Bücher von Stephan Rother

    L.G.
    Monika

  • nipau

    Ich habe Angst vor Insekten, insbesondere Spinnen. Das Telefonat mit meiner Mutter als gerade die Wespe in meine Wohnung flog, hatte für meine Mutter schon humoristisches Potenzial. Seit ich alleine wohne, kann ich nachts auch nicht mehr meinen Vater wecken um die Spinnen wegzumachen, und somit muss ich auf Staubsauger und Besen vertrauen.

  • schneckenpost0909

    Ich habe Flugangst. Da buchen wir erst einen Flug, wenn mein Pass abgelaufen ist und ich hoffe, ich muß dann nicht mitfliegen. Hilft alles nichts, auf dem Flughafen gibt es ja den Bundesgrenzschutz und die stellen einen Ersatzpass aus. Da hilft dann nur Augen zu und durch. Ich vermeide es aber inzwischen, überhaupt eine Flugreise in Betracht zu ziehen.Deutschland ist auch schön:-)
    becjat(at)yahoo.de

  • Monja Freeman

    Hallo!
    Ich habe eine Arachnophobie, also Angst vor Spinnen. Brrrr. Ich such schon automatisch mit den Augen einen Raum ab, wenn ich ihn betrete. Wir wohnen auf dem Land, da sind große Spinnen oft in der Wohnung, aber ich könnte die nie lebend einfangen. Entweder schmeiß ich irgendwas drauf oder mein Sohn erledigt das Entfernen des Krabbeltieres für mich. Es ist aber schon besser geworden. Kleinere Exemplare bringen mich nicht mehr so schnell aus der Fassung.
    Meine größte Angst, das meine Familie auseinanderbricht, passiert gerade. Ich kann nichts dagegen tun, außer das Beste aus der Situation zu machen und versuchen damit zu leben.
    Liebe Grüße Monja

  • Bianca G.

    Ich wusste gar nicht, dass Stephan Rother ein Stand up-Historian war. Klingt superinteressant, das hätte ich gerne gesehen!

    Also ich habe keine richtigen Phobien, ich ekle mich aber vor Spinnen. Da ist mein bestes Mittel, entweder jemanden zu holen, der das Vieh wegträgt, alternativ halte ich Abstand und rede manchmal mit der Spinne, dadurch hab ich irgendwie weniger Angst. So auf die Art „Ok, du bleibst jetzt da drüben.“ Außerdem muss ich mir immer wieder vergegenwärtigen, dass die Spinne mir eigentlich gar nichts tut, dass sie auch Angst vor mir hat, dass ich stärker bin und dass sie auch nix dafür kann, dass sie scheiße aussieht.

    Wenn ich irgendwo unterwegs bin und Angst habe, dann laufe ich viel schneller und bin sehr aufmerksam, würde dann also z. B. nie Musik hören oder so, weil ich ganz genau die Lage sondieren muss, also alle Sinne müssen geschärft sein.

    Lg, Bianca

  • Claudia Ludwig

    Ich habe Amaxophobie.. also die Angst vorm Auto fahren. Bei mir ist es nicht, dass ich Angst habe als Beifahrer Auto zu fahren, sondern viel mehr selbst zu fahren. Grundsteine hat mir wohl mein damaliger Fahrlehrer in den Weg gelegt. Statt mir zu sagen und zu erklären was man falsch macht, schrie er mich an, wurde kolleriscs+üler abholen musste, der mir am meisten zusetze, der mich mobbte,…bin dann auch durch die erste praktische prüfung gerasselt (kein wunder, ich war nicht mal annähernd fahrbereit) und wechselte dann auch die fahrschule. beim neuen fahrlehrer wurde alles besser. er gab mir das gefühl von sicherheit, zeigte mir schritt für schritt wie es ging, ohne mich auch nur einmal anzuschreien und dann klappte es auch mit dem führerschein.

    Leider blieb die Angst vorm Autofahren nicht aus.. ich war allein unterwegs, die anderen Autofahrer stressten mich, ganz schlimm ist nachmittagsverkehr.. inzwischen bin ich schon ganz lang kein auto mehr gefahren..es ist keine angstbekäpfung, denn ich glaube bei mir gibt es keine reale Therapie und nutze für mich entsprechend um meiner Angst vorzubeugen den ÖPNV. Und ein Vorteil hat das ja allemal: Man hat in Bus und Bahn immer Zeit zum lesen ;)

  • Ingalina

    Meine Angst vor Spinnen ist extrem ausgeprägt. Es geht sogar so weit, dass ich sie nicht mal auf einem Bild angucken, geschweige denn anfassen kann. In meiner Wohnung werden nur Fenster geöffnet, die ein Fliegengitter haben. Wenn ich abends nach Hause komme wird erstmal geguckt, ob irgendwo eine Spinne in der Ecke sitzt. Wenn das der Fall sein sollte (was durch meine Vorsicht selten vorkommt), dann kann ich nicht mehr klar denken. Sobald ein Tier als Spinne zu erkennen ist, flippe ich aus. Je größer sie ist, desto stärker sind meine Ängste, incl. Zittern, Schweißausbrüchen und evtl auch Tränen. Falls ich mal eine große Spinne in meiner Wohnung haben SOLLTE, würde ich zur Not bei einem der Nachbarn klingeln… Zum Glück kam das noch nie vor.
    Diese Langbeinspinnen habe ich auch schonmal weggesaugt und anschließend mit Unterdruck im Staubsauger getötet (soll man so machen, dann kommen sie nicht raus, hab ich gehört.)
    Wenn ich dabei bin eine Spinne (und NUR die langbeinigen) einzusaugen, dann kostet es mich große Überwindung. Ich stecke mir die Stöpsel meines mp3Player mit lauter Musik in die Ohren und versuche beim Saugen nicht auf die Spinne zu gucken. Nur ganz kurz um sie zu treffen. Danach bin ich so voll Adrenalin, wie mancher nach einem Bungeesprung.
    Diese Phobie ist nicht sehr angenehm, weil sie mich in vielen Lebenslagen beeinflusst. Z.B. im Sommer draußen sitzen, bei anderen übernachten, auf der Wiese entspannen etc. Überall gibt es Spinnen und überall entdecke ich welche, weil ich unbewusst danach suche. =(

  • Anke_LE

    Ich hab eigentlich keine richtigen Ängste – bisher jedenfalls! Ich hab ein bisschen Bammel vor großen Höhen, aber da schau ich dann aber einfach nicht nach unten & ansonsten find ich Spinnen und andere Krabbeltiere beunruhigend – da wird dann einfach jemand gerufen, der mich von dem Tier erlöst!

  • Träumer

    Wenn ich richtig Angst bekomme (beispielsweise als Panikpatient beim Zahnarzt) und nicht bloß so ein Unwohlgefühl habe, dann sage ich mir still so etwas ähnliches wie die „Litanei der Angst“ aus dem Science-Fiction-Roman „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert auf. Im übertragenen Sinn bewirkt diese Litanei, dass einem die Angst und ihre Ursache ganz bewusst wird und man es so viel leichter hat, ihr gegenüber zu treten und sie klein zu halten. Wird sicher nicht bei jedem funktionieren, ist für mich aber eine passable Methode.

  • Marga

    Das klingt total banal, aber wenn ich Angst habe, dann schließe ich die Augen und hoffe, dass es vorbeigeht….
    ….wenn ich nervös oder aufgeregt bin, dann hat mich die Erfahrung gelehrt, dass ein Gläschen Sekt Wunder wirkt!

  • Angst…ja, vor Unbekannten, Dominaten… da schnürt sich bei mir alles zusammen, ich kann nicht atmen, nicht sprechen, und hoffe einfach, dass sie mich übersehen^^
    ich arbeite daran, in dem ich Fremde anlächle, Guten Tag sage- irgendwann bin ich wieder selbstbewusst genug, dem ins Auge zu sehen

  • Alexihexi :)

    Panisch Angst habe ich zum einen beim Sprechen bzw. Vortrag halten, vor einem „großen Puplikum“, was aber auch schon 10Personen sein können. Zum Anderen vor Spinnen! :D
    Das mit dem Sprechen vor fremden Menschen, muss ich zwingenderweise in den Griff bekommen – ich studiere nämlich gerade Grundschullehramt! :D Vor Kindern is das ja kein Problem, nur eben immer die Prüfer und anderen Lehrer die dann hinten im Zimmer sitzen und einen beobachten :D

    Aber naja, während meiner Schulzeit bin ich auch schon tausende male deshalb gestorben, und das geht grad so weiter xD Zum Glück gibts an meiner pädagogischen Hochschule viel Beratung für Fälle wie mich, und lieeebe Freund, die mir immer fleißig Mut versuchen einzureden :)

    Und was die Spinnen angeht: Kreischen, Freund rufen, wegmachen lassen! :)
    (aber ich beobachte immer genau WO er sie hintut, und ob sie von daaus wieder rein in die Wohnung kommen könnte xD)

    gruebschn@gmx.de

  • Mara Becker

    Für mich war immer klar, ich habe Angst vor Spinnen. Aber ist das wirklich Angst oder nur Ekel vor den langen Beinen? Wenn man mit einer Spinne in einem Raum ist, kann man Schreien oder den Raum verlassen. Was ist aber, wenn sich während einer Autofahrt eine Spinne von oben direkt in meinem Sichtfeld abseilt? Die Kontrolle verlieren, Auto schrotten und sein eigenes Leben und das anderer aufs Spiel setzen? Ne, auf gar keinen Fall! Also muss ich, wenn es denn mal so passiert, die Kontrolle über mich haben und ruhig weiter fahren oder rechts anhalten, ohne das Lenkrad zu verreissen. Das wurde mir bewusst, als einer Bekannten genau das passiert ist, das Auto war Totalschaden und sie lag im Krankenhaus. Beide haben wir uns darüber Gedanken gemacht und mussten trotz des Schadens über diese Dummheit lachen. Natürlich schreien und laufen wir heute noch vor Spinnen weg, aber halt nur, wenn wir wissen, das wir damit niemanden schaden können.
    marabu21@hotmail.de

  • Sonja Mauer

    Ich weiß nicht ob ich die Dinge unter Ängste packen würde….
    1.Also ich fahre kein Auto wenn Schnee liegt – hab Panik das ich nen Unfall bau – weiß nicht wo das herkommt – Resultat ist halt das ich dann lieber laufe oder zu Hause bleibe….
    2. Dann vertrag ich keine Menschenmengen wo ich nicht rauskomme …(Platzangst??) ….werde panisch wenn zuviele um mich rum sind ….Resultat ist massenveranstaltungen wo es eng werden könnte zu vermeiden (z.B. Oktoberfest, Konzerte oder Schlussverkäufe)
    3. Obwohl mich viele als „Rampensau“ (ist das das richtige Wort???) bezeichnen würden macht es mich total fertig wenn ich vor vielen Menschen reden muss – also z.B. ich muss nen Vortrag halten und 100 Menschen kucken mich an und hören mir zu – ich bin so nervös das ich mein Herz schlagen höre, die Hände schwitzen, Beine zittern und ich weiß hinterher nicht ob ich nur gestottert habe oder überhaupt was vernünftiges Raus kam …. da hab ich noch keine Lösung gefunden :-(

  • Sabrina Fuchs

    Also ich habe angst im Meer zu tauchen, wenn das Wasser nicht klar ist…ich hab angst das irgendwas vor mir auftaucht was nicht mehr lebendig ist… bekämpfen versuche ich es indem ich einfach zwischendrin tauche aber immer mit miesem gefühl im Bauch…

    Und massiv angst im Dunkeln hab ich auch…ich hör es immer überall rascheln dann denk ich mir „cool bleiben lauf normal weiter“ aber letztenendes renn ich dann doch wie vom Hafer gestochen los :-) Eigenbekämpfung bisher also nicht angeschlagen :-)

  • Anne Todtenhaupt

    Ich versuche es mit der Augen-zu-und-durch-Methode, nützt ja alles nichts, denn Ängste kommen im gesamten Leben und im Alltag immer wieder zutage, egal ob es etwas ist, wo man nicht weiß, was auf einen zukommt, sprich die Angst vor Unbekanntem oder bestimmte Ängste. Ein Rezept dafür gibt es nicht, vielen Ängsten muss man sich stellen, da man immer damit konfrontiert wird. Also Augen zu und durch und meistens klappt das auch.

  • BuchKarriere

    Wir bedanken uns herzlichst bei euch für die spannenden und interessanten Kommentare sowie das Lob :)

    Die drei glücklichen Gewinner wurden benachrichtigt und erhalten in Kürze das Buch zugeschickt. Für alle, die diesmal nicht soviel Glück hatten, drücken wir beim nächsten Mal feste die Daumen! Das nächste Interview und die nächste Buchverlosung lässt nicht lange auf sich warten!

    Rebekka von BuchKarriere